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15. Februar 2016, 19.30 Uhr, Martinushaus

Vortrag, von Clemens Ronnefeldt

Zur Verantwortung der westlichen Welt in der aktuellen Situation

Während des 1. Weltkrieges teilten die beiden damaligen Großmächte Frankreich und Großbritannien den Nahen und Mittleren Osten unter sich auf. Aktuell werden durch den Krieg in Syrien und Irak diese alten Grenzziehungen vor allem durch den "Islamischen Staat" aufgelöst.

Mit der Staatsgründung Israels nach dem 2.Weltkrieg nach einem gescheiterten UN-Teilungsplan wurden im Gefolge des ersten israelisch-arabischen Krieges knapp 800 000 Palästinenser vertrieben oder flohen in die Nachbarländer Libanon, Syrien und Jordanien, wo sie bis heute leben. Nach dem Golfkrieg 2003 flohen mehrere Hunderttausend Menschen aus Irak u.a. in die Nachbarländer Jordanien und Syrien.

Seit 2011 und dem Krieg in Syrien nahmen die Türkei und Libanon mehr als eine Million Flüchtlinge auf, Jordanien mehr als 600 000 Menschen. Neben all diesen Flüchtlingstragödien verschlechterte sich in den letzten Jahren die Situation auch die wirtschaftliche Situation im Nahen und Mittleren Osten, gleichzeitig sind in fast allen Ländern der Region mehr als die Hälfte der Bevölkerung jünger als 25 Jahre - und meist ohne Perspektiven.

Welche Verantwortung hat die westliche Welt an den Entwicklungen dieser Krisenregion?
Dieser Frage wird Clemens Ronnefeldt, Diplom-Theologe mit einer Zusatzausbildung in Friedensarbeit und seit 1992 Referent für Friedensfragen beim deutschen Zweig des Internationalen Versöhnungsbundes, in seinem Vortrag nachgehen.

Clemens Ronnefeldt hat seit 1990 die Länder Irak, Iran, Syrien, Libanon, Israel, Palästina, Jordanien und Ägypten bereist und vor Ort Friedens- und Menschenrechtsgruppen besucht, deren Arbeit er aus Deutschland unterstützt. Im Jahre 2011 hat er eine Modellkonferenz für Sicherheit und Zusammenarbeit im Nahen und Mittleren Osten zusammen mit dem UN-Korrespondenten Andreas Zumach moderiert, an der 27 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Israel, Palästina, Syrien, Iran, Iran, Jordanien, Türkei und Kuweit teilgenommen haben.

Der Internationale Versöhnungsbund, bei dem Clemens Ronnefeldt angestellt ist, wurde 1914 von engagierten Christen im Anschluss an eine Konferenz zur Verhinderung des ersten Weltkrieges gegründet. Heute gehören dem Verband rund 100 000 Mitglieder in 50 Staaten der Erde an. Sieben Friedensnobelpreisträgerinnen und Nobelpreisträger, darunter Dr. Martin Luther King, gingen aus dem Internationalen Versöhnungsbund hervor. Der Verband hat Beraterstatus bei den Vereinten Nationen. .



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