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Pax Christi Worms

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Ökumenischer Bekenntnisprozess

Wirtschaft(en) im Dienst des Lebens

Die heute überall gegenwärtige Ideologie des Neoliberalismus, die alle Bereiche unseres Lebens durchdringt, ist eine mit unserem christlichen Glauben nicht zu vereinbarende Weltanschauung. Eine Wirtschaftsordnung, die ausnahmslos alles zur freihandelbaren Waren degradiert, die sich dem freien Spiel der Kräfte des Marktes auszusetzen hat, steht nicht im Dienst des Lebens.

Diese Ideologie bringt Menschen der südlichen Halbkugel massenhaft den Tod, da er ihnen ihre Ressourcen
nimmt und nur Hunger und Elend hinterlässt.

Sie ist menschenverachtend, in dem sie alles zur Ware macht, sich selbst die Einzigartigkeit jedes einzelnen Menschen mittels Patente aneignet, um Gewinne zu maximieren.

Sie ist totalitär, weil sie alle Bereiche menschlichen Lebens erfasst, selbst Solidar- und Bildungssysteme sollen sich bedingungslos unterordnen.

Der ökumenische Bekenntnisprozess "Wirtschaft im Dienst des Lebens" betrachtet "die gegenwärtige neoliberale Globalisierung als eine ähnlich grundsätzliche Herausforderung an ihr Kirchesein ..., wie sie der Nationalsozialismus in Deutschland und das Apartheidsystem in Südafrika darstellten" (Prof. Dr. Duchrow, Berlin 2003).

Wir sagen NEIN Zum System des neoliberalen globalisierten Kapitalismus als zerstörerischen Götzendienst Zur Verdingung allen Lebens.

Wir bekennen uns zu Christus, der in die Welt kam um allen Menschen ein Leben in Fülle zu schenken, zu einem Gott, der auf Seiten der Bedrückten und Armen steht.

Wir schließen uns der Verpflichtung an, wie sie Delegierten des Treffens der reformierten Kirchen aus Afrika, Asien und Lateinamerika im ökumenischen Bekenntnisprozess formuliert wurden. Die Delegierten gingen in ihrer "Glaubenserklärung zur globalen Krise des Lebens" im Anschluss an die zehn Gebote folgende Verpflichtung ein:

"Gott des Lebens, Du bist unser Gott, der uns von jeglicher Unterdrückung, Ausgrenzung und Ausbeutung befreit.

  1. Wir werden nicht den Mammon zu unserem Gott machen und Macht und Reichtum anhäufen.

  2. Wir werden uns keinen Götzen machen, indem wir die Effizienz unserer Leistungen anbeten.

  3. Wir werden den Namen Gottes, unseres Herrn, nicht missbrauchen, indem wir die Durchsetzung des auf Reichtumsanhäufung orientierten Marktes und imperialer Kriege als christliche Politik darstellen.

  4. Wir werden den Sabbat achten und weder menschliche Arbeitskraft ausbeuten noch die Natur zerstören.

  5. Wir werden uns für Solidarität zwischen den Generationen einsetzen - sowohl durch das Eintreten für ein Leben der Älteren in Würde als auch durch die Bewahrung künftiger Generationen vor ökologischer Zerstörung und Verschuldung.

  6. Wir werden nicht töten, auch nicht durch das Ausgrenzen jener aus Märkten, die weder über Privateigentum verfügen noch ihre Arbeitskraft auf dem Markt verkaufen können. Wir werden nicht hinnehmen, dass Frauen und Kinder zur Ware gemacht und sexuell ausgebeutet werden.

  7. Wir werden den vielfältigen Diebstahl der Akteure auf den Märkten nicht hinnehmen.

  8. Wir werden das Rechtssystem nicht zu Gunsten unseres eigenen materiellen Vorteils missbrauchen, sondern die wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Rechte aller Menschen befördern.

  9. Wir werden nicht der Gier nach unbegrenzter Anhäufung von Reichtum verfallen und dabei unsere Nachbarn ihrer Produktionsmittel und ihres Einkommens berauben, so dass alle ein Leben in Würde auf Gottes reicher und wunderbarer Erde leben können."




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